Mittwoch | 29. jan. 2020 | 19.30 uhr: „Kirche selber machen“

Diskussionsabend mit dem Präsidenten des
Zentralkomitees der deutschen Katholiken
Prof. Dr. Thomas Sternberg

Moderation: Dr. Herbert Fendrich

Kirche braucht selbstbewusste Gläubige, die das kirchliche Leben selbst in die Hand nehmen. Wie müssen sich Kirche und die Laien hierzu verändern?

Der dramatische Rückgang von Priestern in Deutschland zwingt zu radikalen Umgestaltungen der kirchlichen Landschaft , wenn man am Konzept der priesterlichen Gemeindeleitung festhält. In den neuen Großpfarreien wird die lokale Verortung der Kirche mehr und mehr von Laien übernommen werden müssen. Wir brauchen zunehmend selbstbewusste, letztverantwortliche Gläubige, die das kirchliche Leben, ohne auf hauptamtliche Strukturen zu warten, selbst in die Hand nehmen. Vielerorts geschieht das bereits – nicht zuletzt von Frauen getragen. Umfangreiche Veränderungen und Reformen werden gefordert und müssen besprochen werden, z.B. im Rahmen des Synodalen Prozesses.

Viele Kirchen, die im Bistum Essen seit seiner Gründung 1958 gebaut wurden, gehen auf ein Gemeindekonzept zurück, das die kleine, überschaubare Pfarrei als Ideal ansah. Das ist heute nicht zuletzt angesichts eines starken Rückgangs an Katholiken ein Problem geworden. Ein Experiment ist es, Gebäude vor einer Entwidmung oder Abriss wieder in die Eigenverantwortung der Gemeinden zurück zu legen. Es ist der Versuch, Kirchen zu erhalten, auch wenn keine regelmäßige Liturgie mehr dort stattfindet. Kann das gelingen? Wie müssen sich Kirche und die Laien hierzu verändern? Auch darum und um allgemeinen Fragen der kirchlichen Entwicklung wird es an diesem Abend gehen.

Der Eintritt ist frei. Vorher und in der Pause werden – wie üblich – „Bütterkes an Pils“ angeboten.

Mittwoch | 6. Nov. 2019 | 19.30 Uhr: „Redeverbot von Gott – Haben wir für Gott noch Worte“

Vortragsabend mit dem Priester und Dichter Andreas Knapp aus der Gemeinschaft der „Kleinen Brüder vom Evangelium“ in Leipzig

Die Rede von Gott ist problematisch geworden. Einerseits wird „Gott“ immer noch missbraucht, wenn etwa Fundamentalisten im Namen Gottes Gewalt ausüben. Andererseits klingen viele Begriffe der religiösen Sprache altbacken und werden von vielen nicht mehr verstanden.

Darüber wollen wir sprechen mit einem Sprache- und Gottsucher: Bruder Andreas Knapp aus Leipzig. Er ringt um neue Worte, um Gott zur Sprache zu bringen in einer säkularen Gesellschaft. Für sein dichterisches Werk ist er im vergangenen Jahr mit dem „Herbert-Haag-Preis“ ausgezeichnet worden. Die „Kleinen Brüder vom Evangelium“ leben in einem sozialen Brennpunkt in Leipzig.

Herzliche Einladung an alle, die mit der religiösen Sprache fremdeln, aber nach Gott suchen. Der Eintritt ist frei. Vorher und in der Pause werden – wie üblich – „Bütterkes an Pils“ angeboten.