Mittwoch | 26. September 2018 | 19:30 Uhr: „Gott oder Google – Wie bestimmen wir heute, was Moral ist?“

Vortrag und Gespräch mit Lukas Brand,
Mag. Theol. am Lehrstuhl für Philosophisch-Theologische Grenzfragen an der Ruhr-Universität Bochum

Schon lange haben die Kirchen das Monopol über die Deutung von Ethik und Moral verloren. Nun erwächst ihnen in diesem Bereich ein neuer Konkurrent: Mit Hilfe großer Datenmengen und künstlich intelligenten Computern versuchen große Konzerne wie Google  und Microsoft zu bestimmen, wie wir moralische Probleme lösen sollten. Können uns autonome Maschinen diese Probleme bald abnehmen? Welche Chancen und Risiken bringt dieses Unterfangen mit sich?

Um diese Herausforderungen und Fragen geht es diesmal bei MANEGE FREI – KIRCHE AUF DEM DRAHTSEIL im Begegnungszentrum maGma an der Vincenzstraße in Bochum-Wattenscheid-Höntrop.

Der Referent Lukas Brand ist Doktorand und Magister der Theologie am Lehrstuhl für Philosophisch-Theologische Grenzfragen.  Sein aktuelles Thema, wie aus intelligenten Maschinen moralische Akteure werden, ist von hoher gesellschaftlicher und theologischer Bedeutung. Sie berührt auch die Gottesfrage: „Ist der allgegenwärtige und allwissende Gott, der mich und all meine Taten kennt und in dessen Buch all meine Tage bereits verzeichnet sind, etwa wie ein allwissender Computer, ohne Aussicht auf die Tilgung meiner Sünden, oder unterscheidet Gott sich gerade in diesem Punkt wesentlich von einer künstlichen Intelligenz?“

Herzlich willkommen zu einem spannenden Abend! Der Eintritt ist frei. Vorher und zwischendurch werden – wie immer – „Bütterkes an Pils“ angeboten.

Bildrechte: Bistum Essen

Mittwoch | 11. April 2018 | 19.30 Uhr: „Leben bis zuletzt – Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern zu Hause begleiten“

mit Maria Bünk, Dipl. Sozialpädagogin und Netzwerkkoordinatorin beim KinderPalliativNetzwerk Essen

Dabei geht es um ambulante Angebote für Familien in der Versorgungsregion Ruhrgebiet, in denen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene lebensverkürzend oder lebensbedrohlich erkrankt sind. Von der Diagnosestellung bis über den Tod des Kindes hinaus bietet das KinderPalliativNetzwerk den Familien Beratung, Begleitung und Entlastung – damit Leben bis zuletzt gelingen kann.

Aus der besonderen Lebenssituation solcher Familien kann sich ein Unterstützungsbedarf auf unterschiedlichen Ebenen ergeben: seelisch, rechtlich, pflegerisch, medizinisch, finanziell, pädagogisch oder auch alltagsunterstützend. Zu all diesen Themen bietet das KinderPalliativNetzwerk mit einem multiprofessionellen Team eine kompetente, umfassende Beratung und Begleitung.

Das Netzwerk wurde 2006 gegründet, um die ambulante palliative Versorgung in der Region Ruhrgebiet zu verbessern und dem Wunsch von Familien Rechnung zu tragen, dass Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen zu Hause leben und dort auch sterben können.

Anliegen des Abends ist es, dieses lebenswichtige Unterstützungsangebot interessierten Familien und Angehörigen, aber auch möglichen Kooperationspartnern wie Kinderärzten oder Kindertagesstätten bekannt zu machen. – Der Eintritt ist frei. Vorher und zwischendurch werden – wie immer – „lecker Bütterkes an Pils“ angeboten.