Alle Beiträge von Burkhard Schönwälder

Mittwoch | 29. März 2017 | 19.30 Uhr: Islamistische Radikalisierung von hier geborenen Jugendlichen nimmt zu! – Wie kommt das? Und was können wir dagegen tun?

Erfahrungen und Diskussion mit der Projektleiterin der Beratungsstelle „Wegweiser“ in Bochum
Friederike Müller

Friederike Müller ist Diplom Sozialpädagogin und Geschäftsführerin der IFAK e.V., Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe sowie Migrationsarbeit.

Ausgehend von den Erfahrungen  mit  hier gefährdeten Jugendlichen erläutert Friederike Müller mögliche Hintergründe und Ursachen für die Radikalisierung  junger Menschen und berichtet über Möglichkeiten und Grenzen der Präventionsarbeit. In diesem Bereich ist die Beratungsstelle „Wegweiser“ bemüht, ganzheitliche Lösungsstrategien zu entwickeln. Wichtig für deren Erfolg ist die Mobilisierung der Eigenressourcen der Jugendlichen und die freiwillige Mitarbeit.

Außerdem vermittelt dieser Abend Einblicke in die Beratungs- und Fallarbeit der IFAK e.V. und Erfahrungen über Chancen der Bildungs- und Aufklärungsarbeit. Anschließende Nachfragen und Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht.

Das Thema des Abends ist von höchster Aktualität und gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Der Islamismus-Experte Ahmad Mansour weiß: „Bei allen Jugendlichen (muslimisch oder nicht muslimisch, Jungs und Mädchen), die in der Gesellschaft nicht angekommen sind, oder die das Gefühl bekommen, dass sie irgendwie nicht dazu gehören, gilt: kommen zu diesen Gefühlen instabile Persönlichkeitsstrukturen, entwickelt sich ein Zeitfenster von 1-2 Jahren, in denen sie für eine Radikalisierung sehr anfällig sind.“ (by-nc-nd/3.0/Autor: Ahmad Mansour für bpb.de)

Der Abend will nicht nur betroffenen Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Ehrenamtlichen Hilfestellung geben, sondern für die besondere gesamtgesellschaftliche Herausforderung und Verantwortung sensibilisieren.

Eintritt frei. Vorher und zwischendurch werden – wie immer bei MANEGE FREI  – „lecker Bütterkes an Pils“ angeboten.

Mittwoch | 18. Januar 2017 | 19.30 Uhr: „Kirche ohne Gemeinde? – Worauf es wirklich ankommt“

Impulse und Diskussion mit dem Paderborner Pastoraltheologen Prof. Dr. Herbert Haslinger

Die gegenwärtigen kirchlichen Veränderungsprozesse werden von manchen als Heilmittel, von anderen äußerst skeptisch gesehen. Für viele sind sie mit Verlustängsten verbunden. Werden Kirche und Pfarrheim in unserem stadtteil demnächst auch geschlossen? Sparmaßnahmen sind sicher notwendig, aber auch schmerzhaft. Was ist in dieser verfahrenen Situation wirklich wichtig und zukunftsrelevant?

Auf diesem Hintergrund wünschen wir uns den Zwischenruf eines Querdenkers und eine Diskussion mit Prof. Dr. Herbert Haslinger. Für ihn ist klar: Auch in Zukunft braucht die Kirche Gemeinden! Denn die Gemeinde ist „Kirche am Ort“, wie das II. Vatikanische Konzil sagt. Daraus folgert Haslinger: „Ihre Aufgabe besteht darin, Menschen zu helfen, den je eigenen Lebensweg auf gelingende Weise zu gehen.“ – Ist das im Bistum Essen eine unrealistische Vision?

Dr. Herbert Haslinger ist Professor für Pastoraltheologie und Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät Paderborn, ein Querdenker seiner Zunft. –
Für alle Besucher werden wie immer bei MANEGE FREI „lecker Bütterkes an Pils“ bereitgehalten. Der Eintritt ist frei.  Um eine freiwillige Spende zur Finanzierung der Reihe wird gebeten.