Mittwoch | 15. November 2017 | 19.30 Uhr: „Die Liebe begnügt sich nicht damit, auf der Stelle zu treten.“ (Teresa von Avila) – Spiritualität von Wandlungsprozessen

Geistliche Impulse des Leiters des Instituts für Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster
Prof.  P.   DDr. Michael Plattig O.Carm

Für gewöhnlich wird Kirche nicht besonders „veränderungsfreudig“ wahrgenommen, sondern eher als beharrend, statisch, festgefahren. Im Gegensatz dazu ist die geistliche Tradition des Christentums voll von Bildern und Beschreibungen des Glaubens als einem dynamischen Entwicklungsprozess. Dieser zielt auf ein Wachstum des Menschen zu größerer Freiheit, Selbständigkeit und Beziehungsfähigkeit. Ein solcher Wandlungsprozess braucht die Bereitschaft zu beständiger Veränderung und Umformung.

Gesellschaftliche Entwicklungen führen gegenwärtig zu erheblichen Veränderungsprozessen in Kirche, die diese zunehmend mit den Mitteln der Soziologie und der Ökonomie zu bewältigen versucht. Groß angelegte Befindlichkeitsstudien werden in Auftrag gegeben und man holt sich teuren Rat bei Unternehmensberatungsfirmen. Traut die Kirche ihrer eigenen Kompetenz nicht mehr? Welches Kirchenbild wird hier eigentlich grundgelegt?

P. Michael Plattig will Anstöße aus der geistlichen Tradition der Kirche geben für einen wirklichen – und nicht nur strukturellen – Veränderungsprozess aus der Mitte des Christentums heraus.