Mittwoch, 7. März 2018, 19:30 Uhr: „Entscheidend ist auf’m Platz!“ – Vom Glauben, der auf der Strasse liegt

Es berichtet: Pater Winfried Pauly, Sozialpastor am Brunnenplatz in der Hustadt in Bochum

„Wir warten nicht, bis die Menschen zu uns kommen, sondern gehen dorthin, wo sie sind: vor allem zu Menschen, die von Armut oder Ausgrenzung bedroht sind. Dies führt uns unmittelbar in den interkulturellen und interreligiösen Dialog.“

Seit fast fünf Jahren leitet Pater Winfried Pauly das Brunnenprojekt in der Hustadt: eine neue Form kirchlicher Präsenz in einem Stadtteil. Es ist der Wechsel von einer Komm-Struktur zu einer Geh-Struktur.

Das Team besteht neben dem Leiter, der aus Überzeugung vor Ort in einem Hochhaus unter den Menschen lebt, außerdm aus einer Ordensschwester, Sr. Ulrike Schnürer, und einer Sozialarbeiterin des Caritasverbandes für Bochum und Wattenscheid e.V., Annette Buczek.

„Wir warten nicht, bis die Menschen zu uns kommen, sondern wir gehen dorthin, wo sie sind: Beispielsweise auf die Straße, auf Spielplätze und in Innenhöfe, zum Elternfrühstück in die Schule und in Flüchtlingsunterkünfte. Wir sind zunächst Gäste und nicht Gastgeber.“

Dem Team geht es um eine wachsame Präsenz mit Vorliebe für solche, die von Armut oder Ausgrenzung bedroht sind. Dies führt in der Hustadt unmittelbar in den interkulturellen und interreligiösen Dialog. Am Anfang steht die Beziehung. Aus der Wachsamkeit für die Bedürfnisse der Bewohnerschaft ergeben sind die Angebote. Solche Neuaufbrüche bringen Erfolge, aber auch Erfahrungen von Vergeblichkeit und von Missverständnissen.

Von Freud und Leid dieser Arbeit oder vielmehr dieser Haltung wird Pater Winfried am 7. März 2018 im Begegnungszentrum Magma in Wattenscheid-Höntrop berichten. Der Eintritt ist frei. Vorher und zwischendurch werden – wie immer – „Bütterkes an Pils“ angeboten.