Mittwoch | 16.09.2020 | 19.30 Uhr „Warum wir aufhören sollten, die Kirche zu retten – Eine neue Vision von Christsein“

Endlich wieder
MANEGE FREI – KIRCHE AUF DEM DRAHTSEIL
mit dem Hochschulseelsorger Burkhard Hose
aus Würzburg

„Es geht mir nicht darum. etwas Altes wiederzubeleben, sondern etwas völlig Neues, was noch nicht ist, anzudenken. Wer wirklich umkehrt, stellt fest, dass der Weg der Umkehr niemals einfach ein Zurückgehen desselben Weges ist. Es entsteht ein ganz neuer.“

Der streitbare Studentenpfarrer Burkhard Hose ist Priester in einer Kirche, die er selbst inzwischen für tot erklärt. Statt dies zu beklagen, entwirft er eine Vision einer Kirche, die ohne Klerikalismus auskommt, in der Ämter auf Zeit verliehen werden und die es wertschätzt, dass es außerhalb ihrer Mauern noch viel mehr Wahrheiten zu entdecken gibt. Eine Kirche, die wirklich in der Gegenwart angekommen ist.

Praxisnah und verständlich entwickelt er eine Vision für eine Kirche der Gegenwart: Für eine Kirche, die nicht nur Institution ist, sondern den Menschen dient. Für eine Kirche, die nicht in der Vergangenheit lebt, sondern sie Sorgen der Menschen von heute ernst nimmt. Für eine Kirche, die lebendig und voller Mut die botschaft Jesu verkündet.

Herzliche Einladung an alle, besonders an die vielen, für die Kirche unglaubwürdig geworden ist, denen aber die Botschaft Jesu noch wichtig ist – gerade heute. – Im Kirchenrum gelten die üblichen Corona-Regeln und das Hygiene-Konzept der Gemeinde.

Wegen Corona in der Kirche St. Maria Magdalena!
Anmeldung erforderlich!

Per Mail: bochum-wattenscheid@kefb.info
oder Telefon: 0234 950 89-23
Eintritt frei!

Mittwoch | 29. jan. 2020 | 19.30 uhr: „Kirche selber machen“

Diskussionsabend mit dem Präsidenten des
Zentralkomitees der deutschen Katholiken
Prof. Dr. Thomas Sternberg

Moderation: Dr. Herbert Fendrich

Kirche braucht selbstbewusste Gläubige, die das kirchliche Leben selbst in die Hand nehmen. Wie müssen sich Kirche und die Laien hierzu verändern?

Der dramatische Rückgang von Priestern in Deutschland zwingt zu radikalen Umgestaltungen der kirchlichen Landschaft , wenn man am Konzept der priesterlichen Gemeindeleitung festhält. In den neuen Großpfarreien wird die lokale Verortung der Kirche mehr und mehr von Laien übernommen werden müssen. Wir brauchen zunehmend selbstbewusste, letztverantwortliche Gläubige, die das kirchliche Leben, ohne auf hauptamtliche Strukturen zu warten, selbst in die Hand nehmen. Vielerorts geschieht das bereits – nicht zuletzt von Frauen getragen. Umfangreiche Veränderungen und Reformen werden gefordert und müssen besprochen werden, z.B. im Rahmen des Synodalen Prozesses.

Viele Kirchen, die im Bistum Essen seit seiner Gründung 1958 gebaut wurden, gehen auf ein Gemeindekonzept zurück, das die kleine, überschaubare Pfarrei als Ideal ansah. Das ist heute nicht zuletzt angesichts eines starken Rückgangs an Katholiken ein Problem geworden. Ein Experiment ist es, Gebäude vor einer Entwidmung oder Abriss wieder in die Eigenverantwortung der Gemeinden zurück zu legen. Es ist der Versuch, Kirchen zu erhalten, auch wenn keine regelmäßige Liturgie mehr dort stattfindet. Kann das gelingen? Wie müssen sich Kirche und die Laien hierzu verändern? Auch darum und um allgemeinen Fragen der kirchlichen Entwicklung wird es an diesem Abend gehen.

Der Eintritt ist frei. Vorher und in der Pause werden – wie üblich – „Bütterkes an Pils“ angeboten.