Mittwoch | 11. November 2015 | 19.30 Uhr „einfach. alles. anders. – Wie hat Jesus die Kirche gewollt?“

einfach. alles. anders.
Wie hat Jesus die Kirche gewollt?

Gesprächsforum mit Professor Dr. Thomas Söding,
Professor für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum

Wie wird die Kirche im Bistum Essen in zehn oder zwanzig Jahren sein? Wir wissen es nicht. Sicher ist aber: Sie wird nicht wie heute sein. Anders. Ganz anders! Kirche ist herausgefordert sich neu zu erfinden.

Und Kirche – das sind wir alle! Nicht nur der Bischof und die Bistumsleitung, nicht nur die Pfarrer und die Hauptamtlichen, die Pfarrgemeinderäte und die Ehrenamtlichen, sondern alle, die heute als Christinnen und Christen leben wollen.

Aber wo gibt es Wegweiser, die uns helfen, in schwieriger Zeit den Weg in die Zukunft zu finden? Der Neutestamentler Thomas Söding lenkt unseren Blick auf Jesus Christus und die Ur-Kunde unseres Glaubens im Neuen Testament. Back to the roots! Hat Jesus die Kirche gewollt? Und wenn ja, wie soll sie leben?

Jesu Botschaft ist einfach. Seine Botschaft von Gottes neuer Welt umfasst alles. Und sie ist anders als die Frommen seiner Zeit denken. Thomas Söding versteht es, im Neuen Testament grundlegende Impulse für unseren Weg in die Zukunft aufzudecken.

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Mittwoch | 12. November 2014 | 19.30 Uhr: „Der Katakombenpakt – eine gefährliche Erinnerung“

Einfach anders Kirche sein
mit Pastor Norbert Arntz, Kleve –
seit langem engagiert für eine Kirche der Armen

„Wir (Bischöfe) werden uns bemühen,
so zu leben, wie die Menschen um uns her üblicherweise leben,
im Hinblick auf Wohnung, Essen, Verkehrsmittel und allem,
was sich daraus ergibt.
Wir verzichten ein für allemal darauf,
als Reiche zu erscheinen wie auch wirklich reich zu sein,
insbesondere in unserer Amtskleidung …
und in unseren Amtsinsignien, die … wahrhaft und wirklich
dem Evangelium entsprechen müssen.“

(Aus der Selbstverpflichtung, die 40 Bischöfe 1965 kurz vor dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils im sog. ‚Katakombenpakt’
unterschrieben haben.)

Anschaulich, fesselnd und mit spürbarer Leidenschaft greift Pfarrer (em.) Norbert Arntz vom Institut für Theologie und Politik in Münster das Thema auf. Ausgehend von den Anstößen des Konzils wird die aktuelle Bedeutung des Katakombenpaktes herausgearbeitet und gefragt: Wo sind die Armen in unseren Kirchen?  Im Apostolischen Schreiben EVANGELII GAUDIUM (die „Freude des Evangeliums“) hat Papst Franziskus diese Spur aufgenommen. Er lädt ein, einfach anders Kirche zu sein, d.h. Jesus nachzufolgen, der gekommen ist, „um den Armen eine gute Nachricht zu bringen“ (Lk 4,18). Nur zusammen mit den Armen und Benachteiligtenm zusammen mit den Menschen, „welche die Gesellschaft aussondert und wegwirft“, können wir die Freude am Evangelium neu entdecken. Wenn das keine Provokation ist!